WabiSabi


Die Schönheit des Unvollkommenen

Weshalb sprechen uns alte Gebäude mit ihren Rissen, Gebrauchsspuren und verwitterten Fassaden oft mehr an als Neubauten? Was macht ihren Reiz aus?

Wabi Sabi – eine Komponente der japanischen Ästhetik hebt die Schönheit des Unperfekten hervor. Zunächst vermeintlich im Gegensatz zu unserem heutigen Japan-Bild stehend, finden sich doch auch im modernen Japan noch Spuren dieser von einem Zen-Mönch im 16.Jh. aufgegriffenen und verbreiteten Ästhetik. Wie z.B. eine kaputte Vase, die mit einem goldenen Kitt wieder repariert wird, um gerade den Fehler hervorzuheben und ihn zum wertvollsten Element des Ganzen zu erheben.

Ziel des Seminars ist es, die Besonderheiten der japanischen Architektur kennenzulernen, zu untersuchen, zu hinterfragen und zu diskutieren und dadurch einen eigene Haltung zur Materialwahl und Detailausbildung zu entwickeln.