vorlesung & übung BAUPHYSIK | ≥ 1. semester

Bauphysik 1.1

Die thermische, visuelle und akustische Behaglichkeit architektonischer Räume, deren Energiehaushalt und Abhängigkeit vom umgebenden Klima wird wesentlich von den bauphysikalischen Eigenschaften der verwendeten Materialien und Bauteile sowie der Gebäudetechnik bestimmt. In Vorlesungen wird Grundwissen über bauphysikalische Zusammenhänge mit den Schwerpunkten Wärme- und Feuchteschutz, Schallschutz und Raumakustik vermittelt. Prinzipien des energiegerechten Bauens und der Nutzung der Solarenergie werden behandelt. Die Studierenden lernen, wie sich bauphysikalische Prinzipien konstruktiv umsetzen lassen. Sie entwickeln ein Verständnis für die bauphysikalischen Funktionen unterschiedlicher Bauteilanordnungen hinsichtlich der Nutzung eines Gebäudes und der Interaktion mit dem umgebenden Klima.

Die Vorlesung wird durch eine Übung ergänzt, die inhaltlich in die Übung im Fach Baukonstruktion 1 eingebunden ist. Sie wird mit einer schriftlichen Prüfung abgeschlossen.

Bauphysik 1.2

In Vorlesungen wird das Grundwissen aus den ersten beiden Semestern um Kenntnisse über klimatisch angepasstes Bauen, die Nutzung von Umweltenergien, Energieeffizienzstandards wie die EnEV oder das Passivhaus, die Grundzüge des Brandschutzes, der natürlichen Lüftung und die Belichtung von Gebäuden erweitert.
Bauphysik und Gebäudetechnik werden in ihren Abhängigkeiten und Wechselwirkungen betrachtet. Entwurfsentscheidungen sollen durch bauphysikalische Betrachtungen und Berechnungen begleitet und überprüft werden. Inhalt und Ergebnis der Übung ist die bauphysikalische Bearbeitung eines entstehenden Gebäudekonzeptes im Hinblick auf Material, Technik und Konstruktion (z.B.ein Energiekonzept). Dabei kommt den Auswirkungen auf Energie, Umwelteinflüsse, Aufenthaltsqualität im Hinblick auf Wärme- und Feuchteschutz, auf Schallschutz und Raumakustik besondere Bedeutung zu.
Die in den Vorlesungen und/oder Übungen erworbenen Kenntnisse sollen in einer integrativen und fächerübergreifenden Entwurfsarbeit (Intergriertes Projekt Bautechnik) geübt werden. Die Auswirkungen der Bauphysik auf die Qualität des architektonischen Raumes, und damit auf Material und Baukonstruktion sollen an der eigenen Entwurfsarbeit erkannt werden. Prinzipien des energie- und ressourcenbewussten Bauens sowie der Nutzung von Umweltenergien sollen geübt werden.

Die Vorlesung begleitet die integrierte Projektarbeit im 4. Semester und wird als Teil der Modulprüfung Bautechnik 2 abgeschlossen.